Die Pinguine aus Madagascar (2014)

Die Pinguine aus Madagascar (Fox / Dreamworks)

Die Pinguine aus Madagascar (Fox / Dreamworks)

Davon können die meisten Schauspieler in der Traumfabrik Hollywood nur träumen: Karrierestart als Nebendarsteller in einem dreiteiligen Kino-Franchise, anschließend die erste eigene TV-Serie und nun der erste Kinofilm als Hauptdarsteller. Ganz klar: Skipper, Kowalski, Rico und Private haben einen kometenhaften Aufstieg hinter sich und eine Bilderbuch-Karriere hingelegt.

Es stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist den vier possierlichen Frackträgern ihr Debüt als Hauptdarsteller in einem abendfüllenden Film gelungen oder erleidet ihre Karriere mit „Die Pinguine aus Madagascar“ einen jähen Dämpfer?

In ihrem ersten eigenen Leinwandabenteuer erleben wir zunächst auf recht amüsante Weise, wie Nesthäkchen Private zur Gruppe gestoßen ist. Etliche Jahre (und einige Abenteuer mit den allseits bekannten Zoobewohnern) später begleiten  wir die mittlerweile als Geheimagenten agierenden Pinguine auf ihrer neuesten Mission: Anlässlich Privates Geburtstag brechen die vier in Fort Knox ein, um ihm das wertvollste Geschenk auf Erden zu machen: Die weltweit letzten erhältlichen Käseflips. Doch der Automat, in dem sich die  Flips befinden, erweist sich als Falle des Schurken Dr. Octavius Brine, besser bekannt als Dave (oder Diane, oder Dennis, oder Darryl, oder… ach, was weiß ich), der Octopus. Er will Rache… denn in allen Zoos dieser Welt, in denen er zuvor die Hauptattraktion war, geriet er nach Ankunft unserer vier Helden aufgrund deren Niedlichkeit in Vergessenheit. Und nun will er seinen Plan in die Tat umsetzen, und allen Pinguinen der Welt ihre Niedlichkeit rauben… Die Pinguine setzen – mit Unterstützung der Geheimorganisation Nordwind – alles daran, diesen Plan zu vereiteln.

Im Stile gängiger Geheimagenten-Filme spricht der Schurke zu den Helden

Im Stile gängiger Geheimagenten-Filme spricht der Schurke zu den Helden

Ein recht simpler aber effizienter Aufhänger, um die actiongeladene Geheimagenten-Animations-Komödie in Gang zu bringen. Tolle Animationen (vor allen Dingen eine Verfolgungsjagd durch Venedig ist in ihrer gesamten Komposition und Choreographie unschlagbar gut ausgefallen) und Gags für Jung und Alt treiben das kurzweilige Leinwand-Abenteuer von Skipper, Kowalski, Rico und Private voran. Mit den Fantastischen Vier (und Conchita Wurst) wurden (derzeit) prominente Synchronsprecher gewählt, die dem Wortwitz durch ihre ganz eigene Art und Weise weitere, angenehme Nuancen verleihen. Dabei gerät während des gesamten Films in Vergessenheit, dass man das Drehbuch auch gut und gerne als „beliebig“ bezeichnen kann. Im Vordergrund steht nicht unbedingt die eigentliche Handlung, sondern die Aneinanderreihung von kindgerechten slapstickesken Einlagen und Witzen und gelegentlichen Referenzen an Filme des (leicht) persiflierten Geheimagenten-Films. So wähnt man sich auch vor allen Dingen dann, wenn es bummst und kracht (und das tut es erstaunlich oft), in einem Actionfilm aus dem Hause Michael Bay: Dünne Handlung, aber ordentlich Kawumms.

Nordwind-Anführer Geheimsache und Pinguin-Anführer Skipper bei der Lagebesprechung

Nordwind-Anführer Geheimsache und Pinguin-Anführer Skipper bei der Lagebesprechung

Das alles lässt die (mit 82 Minuten ohnehin – zielgruppengerecht – kurze) ideenreiche Animationskomödie wie im Fluge vergehen. Dreamworks hat mit ihrem Madagascar-Spin-Off das richtige Näschen bewiesen und dürfte mit den Pinguinen ein neues Franchise auf die Beine gestellt haben. Vor allen Dingen die schier nicht enden wollenden Lacher der jungen Kinobesucher bestätigen diese Vermutung. In der Heimkino-Auswertung werden „Die Pinguine aus Madagascar“ mit Sicherheit noch einmal ordentlich an (wirtschaftlichem) Schwung zulegen, sodass ein Sequel bereits jetzt als sichere Sache angesehen werden kann.

Wer die „Madagascar“-Filme mochte und sich von der teils doch recht stumpfen Pinguin-TV-Serie nicht abschrecken lässt, hat mit „Die Pinguine aus Madagascar“ kurzweiligen, familiengerechten Spaß.

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