Schlagwort-Archive: Klassiker

Fröhliche Weihnachten (1983)

weihnachten 15 Wochen vorm Weihnachtsfest darf man, nachdem man sich bereits 3 Monate lang mit Lebkuchenherzen, Pfeffernüssen, Dominosteinen, Spekulatius und Christstollen in die richtige Weihnachtsstimmung gefressen hat, auch mal den ein oder anderen Wunsch für Weihnachten äussern…

Okay: Weltfrieden, Heilmittel für alle erdenklichen Krankheiten, Trinkwasser und Nahrungsmittel für alle sind definitiv die Wünsche, die am wichtigsten, aber auch am schwierigsten zu erfüllen sind… In diesem Jahr begnüge ich mich mit einem Wunsch an die DVD-Labels und Fernsehstationen dieser Nation:

Kann es echt so schwierig sein, einen der absoluten Klassiker des Genres Weihnachtsfilm einfach mal auf DVD zu veröffentlichen oder wenigstens noch einmal irgendwo im Nachmittagsprogramm zu senden? Echt? Weiterlesen

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Ninotschka (1939)

ninotschka

„Wie ist die Stimmung in Moskau?“ – „Vorzüglich. Die letzten Massenhinrichtungen waren ein großer Erfolg. Es gibt wieder weniger, aber bessere Russen.“

Eine Aussage, die wie ein Hieb in die Magengrube daher kommt. Eine Aussage, die man so niemals in einer Liebeskomödie erwartet hätte. Eine Aussage, die herrlich sachlich-nüchtern von „der Göttlichen“ Greta Garbo vorgetragen wird und nach ihrer Charakterentwicklung als Ninotschka noch absurder wirkt als zuvor.

ninotschka2Im Jahr 1939, nur wenige Monate vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, inszenierte Ernst Lubitsch das Aufeinandertreffen zweier Ideologien in Form der Liebeskomödie Ninotschka. Es trifft das „Savoir-vivre“ des kapitalistischen Frankreichs in Person von Graf Léon D’Algout (Melvyn Douglas) auf die unterkühlte und sachliche Systemtreue der kommunistischen Sowjetunion in Person von Genossin Ninotschka Yakushova (Greta Garbo). Wie sich dieses Aufeinandertreffen letzten Endes gestaltet und welche Ideologie als „Sieger“ aus diesem kleinen „Wettkampf“ hervorgeht, dürfte aufgrund des Genres und des Produktionslandes nur schwerlich zu erraten sein. Und dennoch gelingt es Lubitsch, die Liebesgeschichte nicht zu seicht werden zu lassen und zugleich werden überraschenderweise auch ein paar augenzwinkernde Seitenhiebe gegen den Kapitalismus gesetzt. Weiterlesen

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